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Doktortitel (Ehrendoktortitel)

Ein Ehrendoktor (Dr. h. c., Dr. E. h., in der Theologie auch D.) ist eine ehrenhalber verliehene Auszeichnung zum Beispiel einer Universität, Fakultät oder Kirche (USA), die für besondere Verdienste verliehen wird.

Honoris causa

Die Bezeichnung honoris causa (abgekürzt h. c.) leitet sich aus dem Lateinischen ab und bedeutet "ehrenhalber" (ursprünglich: "Ehren halber" bzw. "der Ehre wegen"). Hat eine Person mehrere Würdigungen erhalten, so ist die Abkürzung h. c. mult. üblich, was für honoris causa multiplex steht, also die mehrfache Ehrendoktorwürde.

Information

Der Ehrendoktortitel wird in erster Linie aufgrund hervorragender Verdienste auf wissenschaftlichem Gebiet verliehen werden. Die Ehrung wird häufig anlässlich allgemeiner oder unmittelbare Verdienste um die Hochschule, der Kirche oder der Fakultät verliehen, auch wenn dies in der Regel keine formale Voraussetzung ist. Ein typischer Fall ist die Auszeichnung eines herausragenden Wissenschaftlers, der sich als Gründungsdekan in besonderer Weise für die Fakultät verdient gemacht hat. Häufig erfolgt die Verleihung des Ehrendoktortitels auch aus politischen, finanziellen oder anderen Gründen, bei denen die Exzellenz der wissenschaftlichen Leistungen des Geehrten nicht immer erkennbar ist. Im internationalen Vergleich handhaben deutsche Hochschulen die Verleihung eher zurückhaltend.

Der Ehrendoktortitel ist eine Ehrung für Verdienste und kein akademischer Grad eines Doktors, der nach einem mit Hochschulprüfung abgeschlossenen Studium und Promotion durch Urkunde verliehen wird. Zur Verleihung der Ehrendoktorwürde ist keine Prüfung vorgesehen. Die Vorgehensweise und die genauen Bedingungen für die Verleihung regeln die Promotionsordnungen der Aussteller wie z.B. Kirchen oder Universitätsfakultäten. In der Regel hält der Geehrte anlässlich der Verleihung einen wissenschaftlichen Vortrag.

Das Ehrenpromotionsrecht für die deutschen Technischen Hochschulen ("Dr.-Ing. E. h.") wurde in Preußen durch Erlass von Kaiser Wilhelm II. im Oktober 1899 eingeführt.

Rekorde

Die meisten Ehrendoktortitel, nämlich 150, erhielt der US-amerikanische katholische Theologe Theodore Hesburgh (* 1917), weshalb ihn das Guinness-Buch der Rekorde schon seit Jahrzehnten als Titelhalter in dieser Beziehung führt. Über 120 Ehrendoktorate wurden bis heute Daisaku Ikeda (* 1928), dem Präsidenten der So-ka Gakkai International, verliehen. Nelson Mandela (* 1918) erhielt über 50 Ehrendoktorate. 47 Ehrendoktorate erhielt der US-Amerikaner Richard Buckminster Fuller (1895-1983). Tendzin Gyatsho (* 1935), dem XIV. Dalai Lama, wurden 43 Ehrendoktortitel verliehen, zumeist von US-amerikanischen Hochschulen.

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